brotBevor ich zum erstem Mal von dem Buch „Artisan Bread in 5 Minutes A Day“ von Jeff Hertzberg und Zoe Francois hörte, wußte ich schon, dass ich gern Brot aus „gereiftem“ Teig esse! Es schmeckt einfach…voller…brotiger. Allerdings bin ich noch nie auf die Idee gekommen, das ganze in so großem Stil aufzuziehen und den Teig bis zu 2 Wochen zu lagern.

Aber Ihr kennt das ja…

– davon gehört

– kurz drüber nachgedacht

– Buch gekauft

–🙂

Meinen ersten Versuch habe ich mit normalem weißen Mehl angesetzt; genau nach Rezept. Ich muss hier allen Foodbloggern zustimmen, die bereits festgestellt haben, dass dabei zu viel Salz im Spiel ist. Allerdings denke ich das liegt daran, dass im Rezept grobes Salz gemeint ist. Dann kommt das natürlich wieder in etwa hin.

Ich hab dann direkt noch einen neuen Ansatz gemacht. Diesmal habe ich einfach mein persönliches Brotrezept verdoppelt.

  • 1 Kg weißes Mehl
  • 2 Pakete Trockenhefe
  • 20 g Salz
  • 700 ml handwarmes Wasser

Nach Anleitung (siehe unten) gebacken ergab das eine wahnsinnig krosse, leckere Kruste und ein saftiges Innenleben. Ich war schon ziemlich zufrieden!

Aber mein Süßer und ich stehen mehr auf dunkles Brot. Also hab ich gleich noch was getestet. Im Buch nennen sie es „peasant loaves“ (bäuerliche Brote). Hierbei wird das Kilo Mehl aufgeteilt in (ungefähr…ich hab´s etwas aufgerundet, weil meine cup-Maße nicht so genau sind)

  • 100 g (eigentlich 1/2 cup) Roggenmehl
  • 100 g (eigentlich 1/2 cup) Vollkornmehl
  • 800 g (eigentlich 5 1/2 cups) weißes Mehl
  • 1 1/2 EL Trockenhefe
  • 20 g (eigentlich 1 1/2 EL) Salz
  • 700 ml (3 cups) Wasser

Das ganze wird in einem großen (nicht luftdich) verschließbaren Behälter nur so lange mit einem Holzlöffel verrührt, bis keine trockenen Mehlklumpen mehr übrig sind. 2 Stunden auf dem Küchentresen gehen lassen und dann ab in den Kühlschrank. Am besten hat es uns geschmeckt, als der Teig 2 Tage alt war.

Man nimmt mit einem Teigspachtel einfach ein Honigmelonen-großes Stück Teig aus dem Behälter und formt ihn wie man möchte.

Ich habe ihn ein paar mal von oben nach unten eingeschlagen und dann zu einem ovalen Laib geformt. Auf einem gut bemehlten Pizzaschieber ist der Teig ca. 40 Minuten gegangen. 20 Minuten vor Ende der Gehzeit habe ich den Ofen mit meinem Pizzastein auf 230 °C aufgeheizt. Das Brot vorsichtig und ziemlich tief einschneiden. Auf den Stein eingeschossen hat das Brot 30 Minuten gebacken. Nach 10 Minuten habe ich allerdings die Hitze auf 200°C zurück gedreht.

Sofort nach dem Einschießen habe ich noch eine Tasse Wasser auf den Ofenboden geschüttet (auf ein mitgeheiztes Backblech geht natürlich auch).

Es sah toll aus! Ich liebe es, wenn ein Brot nach dem Backen „singt“. Es knistert zufrieden vor sich hin und wartet darauf, angeschnitten zu werden.

brot2

Ich habe schon vorher schöne, leckere Brote gebacken, aber bisher hat die Kruste nach ein paar Minuten schon schlapp gemacht und wurde weich. Diese Kruste war auch am nächsten Tag noch knackig. Und das Innenleben war wie gesagt sehr „rund“ im Geschmack. Super!

Demnächst werde ich aus dem Buch auch mal die süßen Varianten ausprobieren….davon dann später mehr.🙂